Ratgeber

Bei einem Fake-Shop bestellt: was Sie jetzt tun sollten

Die Ware kommt nicht, der Shop antwortet nicht, und plötzlich steht er auf einer Warnliste. Jetzt zählt Zeit. Je schneller Sie handeln, desto eher lässt sich eine Zahlung noch aufhalten.

Sofort: Zahlung stoppen oder zurückholen

Kontaktieren Sie zuerst den Zahlungsweg, den Sie genutzt haben. Je nach Zahlungsart gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Überweisung: Rufen Sie sofort Ihre Bank an und bitten Sie um einen Rückruf der Überweisung. Das gelingt nur, solange das Geld noch nicht abgehoben wurde.
  • Lastschrift: Eine SEPA-Lastschrift können Sie innerhalb von acht Wochen nach Belastung ohne Angabe von Gründen zurückgeben.
  • Kreditkarte: Wenden Sie sich an Ihre Bank und beantragen Sie eine Rückbuchung. Haben Sie Kartendaten im Shop eingegeben, lassen Sie die Karte sperren, zum Beispiel über den Sperr-Notruf 116 116.
  • PayPal: Melden Sie einen Fall im PayPal-Konfliktlösungszentrum.

Details zu jeder Zahlungsart stehen unter Fake-Shop: Geld zurück.

Belege sichern

Bevor der Shop verschwindet, sichern Sie alles, was die Bestellung belegt:

  • Bestellbestätigung und alle E-Mails des Shops
  • Seitenaufnahmen der Startseite, des Artikels, des Impressums und der Bestellübersicht mit sichtbarer Adresse
  • den Kontoauszug oder Zahlungsbeleg mit Empfänger und IBAN
  • gegebenenfalls die Anzeige in sozialen Netzwerken, über die Sie auf den Shop kamen

Anzeige erstatten und den Shop melden

Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, am einfachsten über die Onlinewache Ihres Bundeslandes. Die Vorgangsnummer brauchen Bank und Zahlungsdienst oft für die Rückbuchung. So geht es: Fake-Shop anzeigen.

Melden Sie den Shop zusätzlich der Verbraucherzentrale, damit andere gewarnt werden.

Vor Folgebetrug schützen

  • Haben Sie im Shop ein Kundenkonto mit Passwort angelegt, ändern Sie dieses Passwort überall, wo Sie es ebenfalls nutzen.
  • Rechnen Sie mit Phishing-Mails, die Ihre Bestelldaten kennen. Klicken Sie keine Links darin an.
  • Vorsicht vor angeblichen Helfern, die gegen eine Gebühr versprechen, Ihr Geld zurückzuholen. Das ist eine bekannte zweite Betrugsmasche.

Bestellt, aber noch nicht bezahlt?

Zahlen Sie nicht. Wenn der Shop mit Mahnungen oder Inkasso droht, prüfen Sie diese genau und lassen Sie sich von der Verbraucherzentrale beraten. Geben Sie keine weiteren Daten heraus.

Häufige Fragen

Bekomme ich mein Geld von einem Fake-Shop zurück?

Das hängt vor allem von der Zahlungsart ab. Bei Lastschrift, Kreditkarte und PayPal stehen die Chancen gut, wenn Sie schnell handeln. Bei Überweisung ist das Geld häufig schon weg.

Muss ich zur Polizei gehen?

Nein, in den meisten Bundesländern können Sie die Anzeige online über die Onlinewache erstatten. Das ist kostenlos.

Hilft Fakeshop TakeDown Verbrauchern, das Geld zurückzuholen?

Nein. Unser Service richtet sich an Unternehmen, deren Marke von einem Fake-Shop genutzt wird. Als Käufer wenden Sie sich an Ihre Bank, Ihren Zahlungsdienst, die Polizei und die Verbraucherzentrale.